Textserie Aszendent 1. Teil


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Der Aszendent / das erste Haus

Das erste Haus, der Aszendent weist auf unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen hin. Es ist die Art, wie wir uns anderen gegenüber geben, im Spiegelblick jedoch auch, wie wir von anderen gesehen werden möchten. Da kann man schon viel über sich selbst nachdenken. Stimmt mein Selbstbild und was mache ich damit? Bin ich tatsächlich mich selbst oder trage ich eine Maske hinter der ich mich tarne?

Im ersten Haus finden wir das, was in uns als Selbst, als Kör-per gewissermaßen veranlagt ist, was wir auf diese Welt mitbringen, unsere angeborene Fähigkeit uns selbst zu zeigen und damit uns selbst wahrzunehmen. Hier zeigt sich auf welche Art wir unsere Bedürfnisse durchsetzen, diese verteidigen, aber auch ob und wie wir unseren eignenden Bedürfnissen und der anderen gerecht werden.

Jeder Mensch muss an sich selbst interessiert sein, muss für sich sorgen und für sich einstehen. Das was im ersten Haus ist, beschreibt dementsprechend wie wir unser Über- und Aufleben gestalten. Man kann hier über sein Ego viel herausfinden. Einerseits ist in unserer Welt Egoismus geradezu zwingend zu entwickeln, um in der Welt der Menschen und Dinge nicht unterzugehen. Andererseits kann Egoismus viel Schaden anrichten. Aber es gibt eine gute und sehr einfache Regel. Egoismus ist gesund und richtig, solange dieser nicht zum Schaden anderer eingesetzt wird. Eine gute Lektion, die uns die Astrologie hier aufzeigen kann.

Die Reaktionen geschehen im ersten Haus meist ohne bewusstes Nachdenken, es geschieht das, was unserer spontanen Handlung entspricht. Es sind unsere Reiz-Reaktions-Muster, die wir für die Wahrnehmung von uns selbst brauchen und die - wie gesagt - sehr oft ganz automatisch ablaufen. Am Aszendenten und im ersten Haus findet der aufrichtige Mensch, viel über sich selbst heraus.

Wer sich allerdings nicht wahrnehmen will, der ist verloren, quasi nicht existent. Hier am Aszendenten und im ersten Haus ist der Bereich, in dem wir uns selbst als Wirklichkeit wahrnehmen, wo wir das Bild über uns selbst entwickeln. Und wenn uns die eigene Wirklichkeit von Herzen gefällt, dann sind wir sicher keine Egoisten, aber auf dem Weg zu unserem so sein zu stehen und unsere Persönlichkeit im Austausch mit anderen weiter zu entwickeln und zu verfeinern.

Es ist also ratsam, die Qualitäten und Eigenschaften des ersten Hauses zu entwickeln, auch dann, wenn daraus Eigenheiten entstehen, die nicht immer überall ankommen. Das Recht auf Existenz ist unantastbar. Und wie schon erkannt: Erst wenn durch unser Selbstinteresse jemand anderem Schaden zugefügt wird, ist das ein Hinweis darauf, dass man selbstgerecht tickt, sich zu wichtig nimmt und die Umwelt entwertet hat. (...)

So gesehen ist das erste Haus zuweilen auch ein Ort wo sich herbe Ernüchterungen abspielen. Manch ein Kampf um uns selbst mag sich gar nicht gelohnt haben. Irgendwann war klar, dass immer wir selbst es sind, welche die Ursachen für unser Leben setzen. Man muss also schon auch eine Portion Ehrlichkeit beim Blick auf seinen Aszendenten mitbringen, sonst könnte man glatt der Auffassung anheimfallen, man hätte besser ein anderes Zeichen am Aszendent. Und nochmals: Alle astrologischen Zusammenhänge müssen frei von Wertung bleiben, sonst versteht man die Sprache der Astrologie nie und alles Wissen bliebe Stückwerk.

Nächster Beitrag: Über eingeschlossene Zeichen im ersten Haus.

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