IC in Krebs

Ein Beitrag von Brigitte Hamann

Lebensschlüssel 4: Krebs am  Imum Cœli - Steinbock am Medium Cœli

aq4"Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration." Thomas Alva Edison

Die Aussagen dieser Achse gelten auch in mehr oder weniger intensiver Form für:

Mond im 4. Haus,  Mond im Quadrat oder Spiegelpunkt zur IC/MC-Achse, Mond in Konjunktion, Opposition, Quadrat oder Spiegelpunkt zum Herrscher des 4. Hauses oder zu einem Planeten im 4. Haus; Saturn im 10. Haus, Saturn im Quadrat oder Spiegelpunkt zur IC/MC-Achse, Saturn in Konjunktion, Opposition, Quadrat oder Spiegelpunkt zum Herrscher des 10. Hauses oder zu einem Planeten im 10. Haus; Mond oder Saturn im Quadrat zur AC/DC-Achse. 


Thema

Menschen mit der Entwicklungsachse Krebs/Steinbock (oder Steinbock/Krebs) suchen ihr richtiges Maß an

- Leben nach Stimmung und Gefühl und Disziplin, Ordnung und Durchhaltevermögen

- Kindlicher Freiheit und der Reife des Erwachsenen

- Seelischer Geborgenheit und Konfrontation mit den Realitäten des Lebens

- Persönlichen Wünschen und übergeordneten Aufgaben und Regeln

- Selbstbezogenheit und objektiven Notwendigkeiten

- Sensibilität und Festigkeit, Ausdauer

- Intuitiv-kreativem und rationalem Zugang zum Leben

- Passivität und aktivem, Maßstäbe setzendem Handeln

- Privatsphäre und Öffentlichkeit

  
Ziel

Lebensaufgabe ist,  die persönliche, subjektive Welt und ihre eigenen Abläufe, Gesetze und Zeitempfinden mit der außersubjektiven Welt in Übereinstimmung zu bringen. Um ein geregeltes Zusammenleben und gemeinsame Aufgaben und Ziele zu verwirklichen sind Konventionen und Ordnungskriterien nötig, die den Einzelnen in einen bestimmten Rahmen zwingen. Für den, der diese Entwicklungsachse hat, geht es prinzipiell nicht darum, aus diesem Rahmen auszubrechen, sondern eine lebbare Verbindung aus beidem zu schaffen. Das richtige Maß an Beschränkung und der Bereitschaft, sich zurückzustellen, fördert die Kreativität und Lebensfreude anstatt sie zu behindern. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Lebensthemas ist,  die Fähigkeit, Dinge intuitiv zu begreifen, zu erkennen und zu stärken und mit der Gabe zu realistischem, logischen und rationalen Denken so zu verbinden, dass beides sich ergänzt.

arrowTopMotivation und innere Berufung: Krebs am IC

Gefühlsbetonung: Für Krebs-ICs geht es um ihre Gefühle und den richtigen Umgang mit ihnen. Dazu gehört die Rückkehr zu ihrem ursprünglich offenen, beeindruckbaren, jedoch auch verletzlichen Gemüt. Gefühle sind für sie sehr präsent. Sie sind ausgesprochen sensibel und haben ein starkes, jedoch oft verschüttetes Verlangen danach, ihren Empfindungen, Stimmungen und vor allem ihrem eigenen Lebensrhythmus zu folgen. Ihre fantasievolle Natur schenkt ihnen Kreativität und Intuition.   Im Herzen sind sie schüchtern und bewegen sich am liebsten im Kreise vertrauter Menschen und in einer vertrauten Umgebung. Sie sind fürsorglich und geben anderen häufig die Wärme, die sie sich selbst wünschen. Das Bedürfnis angenommen und geliebt zu werden ist besonders stark und sie können dieses Empfinden auch anderen intensiv vermitteln.

Verlangen nach Stimuli: Sie nehmen Eindrücke auf wie ein Schwamm. Ihre passive, rezeptive Natur verlangt nach Anregungen von außen, um in Gang zu kommen. Gesunde Zwänge und einzuhaltende Regeln motivieren sie ebenso, aktiv zu werden, wie Dinge und Menschen, die sie inspirieren.

Vergangenheitsbezug: Ihre innere Haltung ist in der Regel konservativ, das Bewährte bewahrend. Krebs-ICs misstrauen dem Neuen und hängen an allem, was Erinnerungen und daran geknüpfte Gefühle hervorruft. Familiäre Beziehungen  haben einen hohen Stellenwert. Sie sind das, worin sie ihre Zukunft sehen. Wenn sie keine eigene Familie gründen und auch nicht in ihrer Ursprungsfamilie leben, ist der Gedanke der Geistesfamilie, der „Wahlverwandtschaften“, wie Goethe es nennt, sehr wichtig.

Realisierungswunsch: Sie tragen den starken Wunsch in sich, etwas aus sich zu machen,  etwas aus sich heraus zu gebären und es zum in die Gesellschaft oder Gemeinschaft einzubringen, wo es prägend und maßstäblich werden soll. Krebs-ICs wollen nicht durch das Leben gehen, ohne etwas getan zu haben, das ihren Stempel trägt.
Die Gabe, andere zu nähren: Sie haben ein besonderes Empfinden dafür, was Menschen emotional brauchen, können sie seelisch nähren und Geborgenheit und Wärme spenden.

arrowTopProblemerzeugende Muster: Krebs am IC

Stimmungsabhängigkeit: Krebs-ICs sind stark von ihren Stimmungen abhängig, die durch alle möglichen Eindrücke von außen hervorgerufen werden. Sie können launisch, kindisch und schnell gekränkt sein, was sie durch eine disziplinierte Haltung zu verdecken versuchen. Die Wandelbarkeit ihrer Empfindungen wird nicht als ein seelischer Reichtum an Facetten und Farben empfunden sondern als eine Last, die die ehrgeizigen Ziele behindert, da sie glauben, sich zwingen zu müssen, um konsequent bei einer Sache bleiben zu können.

Ängste:
Sie fühlen sich häufig wie eine Schnecke ohne Haus. Rigide Strukturen wie z. B. ein genau geregelter Tagesablauf sollen Ängste in Schach halten, die aus einem Ungeborgenheitsempfinden heraus entstehen.  Sie beziehen alles auf sich und fühlen sich schnell angegriffen, suchen jedoch im Grunde Halt und Geborgenheit. Besonders Männer verstecken sich hinter einer rauen Schale und legen ein betont männliches Verhalten an den Tag. Distanziertes, schroffes Verhalten überspielt das leicht irritierbare Selbstbewusstsein. Die Schattenseite ihrer Fantasie zeigt sich darin, dass sie sich alle möglichen Bedrohungen und Verletzungen ausmalen können.

Emotionale Abhängigkeit:
Wenn durch die Zeit Vertrautheit entstanden ist, entsteht auch einen starke innere, kaum lösbare Beziehung zu den oder dem entsprechenden Menschen. Sie können sich seelisch nicht gut abgrenzen und neigen dazu, sich zu identifizieren, so dass sie ohne den anderen nichts zu sein scheinen. Schützen können sie sich nur durch Rückzug, fühlen sich dann jedoch schnell einsam und unverstanden.  Sie bewachen ihr „Nest“, aus dem sie glauben, emotionale Sicherheit zu beziehen, sind ausgesprochen eifersüchtig und verzichten lieber darauf, eigene Lebensleitlinien zu finden oder neue Lebensformen und Beziehungen auszuprobieren.

Leben in der Vergangenheit: Sie können sich nur schwer von Erinnerungen lösen und das gilt für schlechte mindestens ebenso wie für gute. Alles, was ihnen jemals widerfahren ist, scheint sich unauslöschlich in ihre Seele eingebrannt zu haben so dass es schwierig ist, sich für die Gegenwart und ihre neuen Möglichkeiten zu öffnen. Ihr gutes Gedächtnis macht sie in problematischen Dingen nachtragend. Sie erinnern sich viel mehr an ihre Gefühle als an Fakten und oft nehmen diese in der Erinnerung eine überdimensionale Form an.

arrowTopScheinbare Lösungsstrategien: Steinbock am MC

Disziplin bis hin zu Härte nach außen: Sie schützen ihre empfindsame Seele durch eine nach außen gezeigte Härte bis hin zur Aggressivität, die Missverständnisse erzeugt. Oft treffen sie damit auf die wunden Punkte anderer Menschen, die mit gleicher Härte reagieren und sich hinter ihren Schutzmauern verschanzen. Krebs-ICs tun sich schwer mit der Vorstellung, dass sie gerade wegen dem, was sich hinter ihrer Schale verbirgt, liebenswert und anziehend sein  könnten.

Ehrgeiz: Eigentlich treibt sie ihr Urbedürfnis nach Geborgenheit dazu, sich ehrgeizige Ziele zu setzen. Sie wollen sich beweisen, in den Augen der anderen und der Gesellschaft etwas gelten. So scheint für den Erwachsenen Geborgenheit möglich zu sein, leider stellen sie fest, dass der materielle Erfolg ihre Sehnsucht nicht stillt, weshalb viele sich immer neue, größere, ehrgeizigere Ziele setzen.

Ein starrer Lebensrahmen: Festgefügte Tagesabläufe, Routinen, eine konservative Einstellung und das Einhalten von Traditionen schaffen einen Rahmen, der Ängste in Schach hält,  Leistung ermöglicht und eine Form von Stabilität in das Leben bringt. Steinbock-MCs leben oft nach der Uhr. Ordnung und Struktur werden zum Selbstzweck und es scheint kaum vorstellbar, davon abzuweichen.

Isolation, Askese, Entsagung: Verletzungen und Ängste führen zumindest zeitenweise zu einem Rückzug auf sich selbst. Man nimmt nicht mehr am Leben teil oder zieht sich auf eine spartanische Lebensweise zurück, die wenig Anlass zu Freude bietet.

Flucht in Umgangsformen: Form und Inhalt sind bekanntlich nicht zwingend das selbe. Steinbock-MCs können sich hinter einem vollendeten gesellschaftlichen Image verstecken, bei denen zwischenmenschliche Beziehungen auf das Formale beschränkt bleiben.

arrowTopSehnsüchte und Lösungsstrategien auf dem Weg zu uns selbst: Steinbock am MC

Seelisches Gleichgewicht: Steinbock-MCs sehnen sich danach, seelisches Gleichgewicht inmitten all ihrer verschiedenen Stimmungen zu erlangen und Ordnung in ihre Eindrucksvielfalt und Berührbarkeit zu bringen, so dass sie sich von den Dingen des Lebens weniger betroffen  und angeregter zu kreativen Leistungen fühlen.

Richtlinien finden: Gleich, was wir uns wünschen und was wir beabsichtigen, wir müssen einen konkreten, gangbaren Weg finden, eine Methode oder Anleitung, wie wir das bekommen, was wir wollen. Die vielleicht wichtigste Aufgabe für ein Steinbock-MC ist, herauszufinden, wie Ziele realisiert werden können: Welche Mittel es dazu braucht, welche Vorgehensweise, welcher Zeitrahmen realistisch ist. Die schöpferische Kraft des Krebs-IC muss eine Form finden, in der sie sich und ihre Ziele ausdrückt.

Geduld, Ausdauer, Disziplin: Ihre Kreativität braucht eine feste Ordnung und ein gewisses Maß an Selbstbeschränkung, damit sie ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen können. Sie erreichen ihre Ziele, wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf die Wesensanteile lenken, die sich durch Beständigkeit und Selbstdisziplin auszeichnen, doch übermäßige Beschränkung kehrt sich gegen sie: Depressionen, Unzufriedenheit und Ineffektivität sind die Folge. Sie brauchen auch die Freiheit zu spielen, Spaß zu haben, auch als Erwachsener noch Kind zu sein, Stimmungen nachzugehen, zu träumen, ungezwungen sein.

Die Dinge reifen lassen: Was immer sie wollen, sie wollen es dann, wenn sie sich danach fühlen, nämlich jetzt. Dauert die Erfüllung von Wünschen und Sehnsüchten zu lange, schlägt die Stimmung um und es entstehen Mutlosigkeit und Selbstzweifel. Die Ziele des Steinbock-MC brauchen jedoch Zeit und beständigen Einsatz. Ihr Motto konnte das folgende Zitat von Hermann Hesse sein: Von allem was der Mensch ersehnt, ist er nur durch Zeit getrennt. Krebs-ICs lernen, dass Zeit in der materiellen Welt ein wesentlicher Faktor ist, der hier den Ausgang der Dinge bestimmt.

Objektivität, Realitätssinn und Frustrationstoleranz: Die starke Identifikation mit ihren Gefühlen bringt eine intensive Subjektivität mit sich, deren schöne Seite Lebendigkeit ist. Krebs-ICs können in besonderer Weise einfach nur sie selbst sein, das und nichts anderes. Als Gegenpol muss der Blick für die außersubjektive Realität geschärft werden, für die Gesetze, die in der Allgemeinheit oder in der Familie und Bezugsgruppe gelten, um so den eigenen Standtort zu finden und sich auf die richtige Art einzugliedern. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Enttäuschungen weg zu stecken ohne sich demotivieren zu lassen.

Eigene Lebensspielregeln: Steinbock-MCs müssen sich von kollektiven, gesellschaftlichen und familiären Maßstäben und Regeln lösen und eigene finden, mit denen sie innerlich übereinstimmen. Dazu brauchen sie den Mut, sich aus ihrem seelischen Schneckenhaus zu wagen, Verletzungen und Zurückweisungen zu riskieren um auszuprobieren, wo ihr eigentliches inneres Zuhause ist. „Wonach will ich mich richten?“ ist die zentrale Frage, die zwischen Selbstbestimmung und Fremdbestimmung entscheidet und die das Akzeptieren sinnvoller Zwänge nicht ausschließt, da diese keine Zwänge mehr sind, wenn sie als richtig und nötig anerkannt werden können. Entsprechend geht es darum, einen eigenen Tages- und Lebensplan zu erstellen, der sich von den großen „man“ unabhängig macht und der ein echter Ausdruck des eigenen Wesens ist.

arrowTopDie Fluchtpunktachse: Vermeidungsstrategien und Ressourcen

Die Zeichen Widder und Waage stehen im Quadrat zu Krebs am Imum Cœli und Steinbock am Medium Cœli. Das Thema der IC/MC-Achse Krebs/Steinbock und ihrer Fluchtpunktachse  Widder/Waage ist die Herausforderung, unterschiedliche Bedürfnisse zu vereinen, die im Kontakt mit der Umwelt auftreten: Das Verlangen nach Begegnungen und Beziehungen, die von Regeln und Normen frei sind und die es erlauben, persönliche Bedürfnisse zu befriedigen (Widder/Waage),  muss mit der Tatsache in Einklang gebracht werden, dass wir in einer Gesellschaft leben, die das Einhalten bestimmter Konventionen aus gutem Grund verlangt, und mit dem Bedürfnis nach emotionaler Geborgenheit (Krebs/Steinbock).
  
Vermeidungsstrategien: Östlicher Fluchtpunkt Widder

Abwehr: Krebs-ICs reagieren seltener wie Mimosen sonder eher wie Igel: Vermeintliche oder tatsächliche Angriffe werden übertrieben abgewehrt. Sie empfinden einen beträchtlichen Druck zwischen ihren Stimmungen und Zielen oder auch zwischen der Realität und ihren Wünschen und werden deshalb schnell ungeduldig, reizbar und unbeherrscht bis hin zur Rücksichtslosigkeit.

Egoismus: Wer seine seelischen Bedürfnisse so stark empfindet und keinen Weg zu finden scheint, sie zu stillen, geht entweder in die Verzichtsrolle oder wird zum mehr oder weniger gesunden Egoisten. Bedürfnisse werden durchgedrückt, wenn nötig mit Kampf. Reizbarkeit und Wut entstehen auch, wenn sie sich abgelehnt fühlen oder sich etwas versagen müssen.

Hilf dir selbst dann hilft dir Gott:
Steinbock-MCs glauben häufig, auf sich allein gestellt zu sein, alle Lasten selbst tragen zu müssen und haben kein Vertrauen. Nur was sie selbst getan oder geprüft haben ist in Ordnung und so verbringen manche ein Leben im Alleingang.

arrowTopWie aus dem östlichen Fluchtpunkt eine Ressource wird:
Westlicher Fluchtpunkt Waage

Kompromissbereitschaft: Der magische Satz „Wie du und ich gewinnen“ hilft, nicht nur die eigenen Wünsche und Ziele durchzusetzen und dabei einsam auf der Strecke zu bleiben, sondern auch die Interessen der anderen angemessen zu berücksichtigen, so dass ein ausgewogenes Ergebnis entsteht, das Nähe und Wohlwollen nicht unmöglich macht.

Kontakte: Wenn Krebs-ICs ihre Fähigkeit, seelische Nähe entstehen zu lassen, sinnvoll einsetzen, sind sie in der Lage, ein großes Potential an Menschen zu aktivieren, die sie bei ihren Unternehmungen unterstützen.

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