IC in Zwillinge

Ein Beitrag von Brigitte Hamann

Lebensschlüssel 3: Zwilling am  Imum Cœli - Schütze am Medium Cœli

aq4"Sorge nicht, wohin dich der einzelne Schritt führt: Nur wer weit blickt, findet sich zurecht." Dag Hammarskjöld

Die Aussagen dieser Achse gelten auch in mehr oder weniger intensiver Form für:

Merkur im 4. Haus,  Merkur im Quadrat oder Spiegelpunkt zur IC/MC-Achse, Merkur in Konjunktion, Opposition, Quadrat oder Spiegelpunkt zum Herrscher des 4. Hauses oder zu einem Planeten im 4. Haus; Jupiter im 10. Haus, Jupiter im Quadrat oder Spiegelpunkt zur IC/MC-Achse, Jupiter in Konjunktion, Opposition, Quadrat oder Spiegelpunkt zum Herrscher des 10. Hauses oder zu einem Planeten im 10. Haus; Merkur oder Jupiter im Quadrat zur AC/DC-Achse.


Thema

Menschen mit der Entwicklungsachse Zwillinge/Schütze  (oder Schütze/Zwillinge) suchen ihr richtiges Maß aus

- Rationalität und Begeisterungsfähigkeit

- Einer vielseitig interessierten, neutralen Art, Eindrücke aufzunehmen und  dem Bedürfnis, den Dingen
  Tiefe, Bedeutung, Sinn und Ziel zu geben

- Fakten und Glaube, Vertrauen, Hoffnung

- Entscheidungsanalyse und Wagnis

- Detail und sinnstiftendem Zusammenhang

- Emotional unverbindlichen und intensiven Beziehungen

- Innere Sicherheitsdistanz und Öffnen für echtes Fühlen

- Rollenspiel und authentischem Selbstausdruck

 
Ziel

Lebensaufgabe ist,  die Welt sowohl in ihren Einzelheiten wahrnehmen und erleben zu können, wie auch den inneren Zusammenhang zu finden, den roten Faden, der die Dinge sinnvoll miteinander verbindet, um so zu tieferen Einsichten zu gelangen. Die rational und sachlich bestimmte Einstellung braucht als Ergänzung die Fähigkeit, sich begeistern zu können, etwas zu wagen und über sich selbst hinauszuwachsen.  Aus dem Gefühl für Sinn und Zweck entspringen echte Motive des Handelns, die klare Entscheidungen ermöglichen. Die Sicherheit, die emotionale Neutralität bietet, muss für die Sehnsucht nach intensiven Gefühlen und Erfahrungen bis zu einem gewissen Grad losgelassen werden, so dass rational nicht erklärbare Empfindungen wie Vertrauen, Optimismus und Sinnhaftigkeit  eine neue Form der Sicherheit entstehen lassen, die starke Überzeugungen hervorbringt.

arrowTopMotivation und innere Berufung: Zwilling am IC

Vielseitigkeit und Wissensdurst: Menschen mit den Zwillingen am IC werden durch ihr Bedürfnis nach Wissen motiviert. Sie sind neugierig und offen und bevorzugen sachbezogene, mit dem Verstand nachvollzieh- und erklärbare Informationen. Was sich nicht erklären lässt fasziniert, erzeugt  jedoch eine immer wieder kehrende Skepsis. Ihre Welt ist ein großer Baukasten mit zahlreichen Bestandteilen, die sie vor die Herausforderung stellen, aus ihnen ein sinnvolles Gebilde herzustellen, das ihrem Leben Sinn, Bedeutung und Richtung gibt. Fragen sind zu beantworten wie: „Warum sind die Dinge, wie sie sind?“ „Wie kann ich mir die Dinge erklären?“ „Muss ich sie mir erklären?“. „Was ist Glück für mich?“

Emotionale Neutralität:
 Zwillinge-ICs fühlen sich in einer leichten, kommunikativen Atmosphäre sicher, in der Gefühle nicht allzu sehr im Vordergrund stehen. Ihre bevorzugte innere Haltung ist unparteiisch, neutral und unverbindlich. Sie wollen das, was vorgeht, mit ihrem Verstand erfassen und erklären können. So schützen sie sich vor Verletzungen, Schmerzen und Trennungsängsten, die durch emotionalen Tiefgang und seelische Bindungen entstehen könnten. Dieses Bedürfnis geht auf frühe Erfahrungen zurück, bei denen Bezugspersonen, vor allem die Mutter, kopf- statt bauchbetont waren, oder durch Umzüge, Aufsichtspersonen u. ä. ständig wechselten.

Austausch und Kontakte:
Sie haben das Bedürfnis, sich mit anderen auszutauschen und knüpfen häufig lockere Kontakte, die ihren Drang nach „input“ befriedigen, die jedoch  einen großen Bewegungsspielraum lassen und zu keinen bindenden Verpflichtungen führen. Gefühlsintensive Menschen und Situationen und solche, die Einsichten vermitteln, sich sozial engagieren oder die in irgendeiner Weise beeindruckend, dramatisch oder glanzvoll wirken, faszinieren sie, lösen jedoch auch Ambivalenz aus. Sie ziehen sie an wie das Feuer, das bei zu großer Nähe versengt.

Körperkommunikation:
Zwillinge-ICs haben Bedürfnis, sich körperlich auszudrücken und von anderen wahrgenommen zu werden. Körpersprache ist ihre Art, Mitteilungen über sich zu machen. Wer einen geschärften Blick für diese Form des Selbstausdrucks hat, kann ihre Stimmungen und Beweggründe sehr gut daran ablesen. Gefühle werden körperlich ausagiert oder mit Worten mitgeteilt. Sie lieben es, von anderen gesehen zu werden und wenn sie sich in den Augen anderer spiegeln können.

Bewegung:
Innere Ruhe und oft auch ein Glücksempfinden entstehen entweder durch körperliche Bewegung oder durch einen Informationsfluss. z. B. beim Fahrradfahren,  Lesen oder Fernsehen.  Diese Tätigkeiten bringen sie in Kontakt mit sich selbst und können zu einer meditativen Stimmung führen.

arrowTopProblemerzeugende Muster: Zwilling am IC

Rationalisieren von Gefühlen: Nachdenken, reden oder das Abstrahieren von Gefühlen sind Abwehrmechanismen, die davor schützen, tief fühlen zu müssen. Selbst glücklichen Erfahrungen begegnen sie oft distanziert,  um die innere Neutralität, die auch vor Schmerz bewahrt, aufrechtzuerhalten. Sie haben eine große Sehnsucht danach, tiefe Gefühlsbindungen einzugehen und intensive Gefühle und seelische Geborgenheit zu erleben, misstrauen jedoch ihrer Stabilität und leiden unter Verlustängsten. Die Angewohnheit, für alles eine Erklärung zu suchen und so das abzuwehren, was sie eigentlich fühlen, führt dazu, dass sie sich selbst fremd sind.

Entscheidungsschwierigkeiten:
Zwillinge-ICs wägen ab zwischen Pro und Contra und glauben, so eine realistische, sachbezogene Entscheidung fällen zu können, die ihnen Gewissheit vermittelt. Mit Erstaunen stellen sie fest, dass sie sich auch dann nicht entscheiden können oder sich mit der angezeigten Lösung unglücklich fühlen, wenn ihre Liste eine eindeutige Antwort gibt. Etwas in ihnen sträubt sich nach wie vor, weil nicht genügend berücksichtigte Gefühle sich melden und für die andere Seite sprechen – wider alle Logik.

Fehlende Tiefe und Langeweile:
Menschen mit Zwillinge am IC bevorzugen Leichtigkeit und vermeiden oft über lange Zeit, sich intensiv auf einen Menschen oder ein Thema einzulassen. Sie fürchten, von Gefühlen übermannt zu werden und ihnen ausgeliefert zu sein und wählen deshalb zwischenmenschliche Beziehungen, Lebensbedingungen und Berufe, von denen sie glauben, sie würden nicht an ihren seelischen Grundfesten rühren. Sie bleiben an der Oberfläche. Krisensituationen und der daraus entstehende Schmerz lässt sie nach Erklärungen suchen, die ihr Problem jedoch nicht lösen.

Rollenspiel und Image:
Von klein auf haben sie gelernt, dass es wichtig ist, eine bestimmte Rolle zu erfüllen oder einem Image gerecht zu werden, das man ihnen zugeschrieben hat. Sie knüpfen ihr Selbstwert- und Identitätsgefühl an ihr Auftreten und wie andere dies wahrnehmen. Sie lieben Menschen, mit denen sie gut reden können und die sie in ihrem Verhalten und in ihrer Körperlichkeit bestätigen,  was sowohl eine positive Bindung wie auch Abhängigkeit erzeugen kann.

arrowTopScheinbare Lösungsstrategien: Schütze am MC

Toleranz und Einsicht: Diese beiden schönen Eigenschaften haben auch ihre Schattenseiten, nämlich immer dann, wenn sie eingesetzt werden, um Entscheidungen zu vermeiden oder eine bequeme Lösung zu finden. Sie dienen auch dazu, ein positives Image aufzubauen. Schütze-MCs sind dort tolerant und einsichtig, wo es nicht um brennende Fragen geht, wo es ihnen leicht fällt, während sie an anderen Stellen mit Nachdruck an ihren Ansichten festhalten.
Dramatische Selbstinszenierungen und Übertreibungen: Schütze-MCs können Gefühle vorgaukeln und sich in sie hineinsteigern, bis sie ihnen selbst echt vorkommen.

Die philosophische Attitude:
Philosophie, Religion und Spiritualität können sowohl sinnvolle Wege zur Lebensorientierung wie auch Vermeidungsstrategien darstellen. Es ist chic und verleiht Bedeutung, sich mit ihnen zu befassen, lindert Weltschmerz und alle drei sind eine Form, sich die Welt zu erklären, statt sie zu erfahren.

Leben in Visionen:
Schütze-MCs bauen gern Luftschlösser, denken über das Große und Bedeutsame nach, das noch vor ihnen liegt und das sie tun oder erleben werden, ohne sich um eine Verwirklichung zu bemühen. Sie leben mehr in der Zukunft als in der Gegenwart und fühlen sich inspiriert und animiert durch ihre Gedanken und Visionen, sind aber oft zu bequem oder haben nicht genügend Abenteuergeist und Mut, um ihre Ziele umzusetzen. Fasziniert stehen sie vor dem Feuer,  wagen aber nicht die Feuertaufe.

Soziale Anerkennung:
Sie legen Wert darauf, beliebt und wichtig zu sein. Ihre Mitteilungen und ihr Auftreten können deshalb an bestimmten Stellen überschwänglich werden, z. B. eine betonte Herzlichkeit in der Kommunikation, eine Jovialität, betonte Freundlichkeit  oder Dramatik, die jedoch nicht einer echten inneren Überzeugung entspringt.  Mehr scheinen als sein beschreibt kurz und prägnant, worum es geht. Andererseits hilft ihnen die nach außen gebrachte Intensität auch dabei, die Gefühle zu fühlen, die sie zeigen, bzw. sich dem zumindest anzunähern.

Quantität statt Qualität:
In ihrem Bedürfnis nach Fülle verwechseln sie manchmal ein üppiges Leben mit einem reichen Leben. Sie suchen das Optimum und sind nie zufrieden. Die Fähigkeit, sich auch von alltäglichen Dingen beschenkt zu fühlen, entsteht meist erst mit den Jahren. Phasen intensiven Genusses oder ausufernder Verhaltensweisen, die dazu dienen, die innere Distanz zu überbrücken, wechseln mit Zeiten, in denen die ursprüngliche, distanzierte, emotionsneutrale Grundhaltung im Vordergrund steht.

arrowTopSehnsüchte und Lösungsstrategien auf dem Weg zu uns selbst: Schütze am MC

Lebensintensität, Erweiterung und Streben nach dem Optimum:  Ihr ganzes Leben begleitet sie die Sehnsucht, das Leben voll auszuschöpfen und mutig hineinzuspringen. Schütze-MCs wachsen, indem sie sich intensiven Erfahrungen und Umständen aussetzen, die ihrem Verstand ein oder zwei Nummern zu groß erscheinen. So sind sie gezwungen, sich zu öffnen, etwas zu wagen  und ihre Sicht zu erweitern, so dass neue Perspektiven und Möglichkeiten auftauchen.

Sinn und Bedeutung finden:  Um den Mut für große Schritte ins abenteuerliche Unbekannte zu wagen müssen sie in dem, was sie beabsichtigen, einen Sinn finden. Schütze-MCs brauchen das Gefühl von Sinnhaftigkeit wie die Luft zum atmen. Wenn es ihnen gelingt, das Puzzle ihrer Lebensbausteine zu einem Mosaik zusammenzusetzen, so dass sie fühlen, dass jede Person und jede Situation, die in ihr Leben tritt, einen ganz bestimmten Sinn hat, ziehen sie daraus eine Kraft, die ihnen Mut und Liebe zu sich selbst, anderen Menschen und dem Leben verleiht. Ihre Urbedürfnis nach Erklärungen wird so um die Dimension „Einsicht und Sinn“ erweitert, sie wandelt Wissen in Verständnis um. Daraus entsteht ihre  eigene Lebensphilosophie, mit der sie sich wahrhaft identifizieren können und die ihnen als Leitstern für ihr Leben dient.

Vertrauen, Glaube Optimismus:
Menschen und Situationen, die diese drei Eigenschaften ausstrahlen, faszinieren Schütze-MCs. Sie wissen, dass in ihnen auch die Lösung vieler  Probleme liegt und sehnen sich danach, sie stärker zu entwickeln. Gelingt es ihnen, bekommen sie die seelische Kraft, die sie benötigen, um an bestimmten wichtigen Stellen die nötige Begeisterung, Einsatzbereitschaft und Mut aufzubringen, um einen Sprung zu wagen.

Mut: Für Zwillinge-ICs verlangt es besonderen Mut, ihre tiefen und wahren Gefühle und Empfindungen zu zeigen, da dies bedeuten kann, anzuecken, Anerkennung und Respekt zu verlieren, einen Imageverlust zu erleiden. Wenn das, was sie tun und sagen jedoch von Wahrhaftigkeit und Intensität getragen ist, sind sie überzeugender als andere.
Naturverbundenheit: Die Botschaften der Natur sind Botschaften ohne Worte. Draußen, bei den Bäumen, den Wiesen und Flüssen finden sie das Gefühl von Aufgehobensein, von Einheit, von Freiheit. Schütze-MCs brauchen Raum und Grünes um sich und die Weite des Himmels.

arrowTopDie Fluchtpunktachse: Vermeidungsstrategien und Ressourcen

Die Zeichen Fische/Jungfrau stehen im Quadrat zu Zwillinge am Imum Cœli und Schütze am Medium Cœli. Das Thema der IC/MC-Achse Zwillinge/Schütze und ihrer Fluchtpunktachse Fische/Jungfrau ist die Herausforderung, Fakten und Informationen zu sammeln (Zwillinge), diese zu einem sinnvollen Ganzen zu ordnen (Schütze) und sie geschickt und mit Voraussicht zu nutzen (Jungfrau), um Grenzen der Vorstellungskraft zu überschreiten und Träume und Visionen zu verwirklichen (Fische).
 
Vermeidungsstrategien: Östlicher Fluchtpunkt Fische

Betäubung: Schütze-MCs kennen viele Wege, wenn sie ihre Sehnsüchte nicht fühlen wollen: Sie stürzen sich in die Arbeit, lenken sich mit verschiedenem Zeitvertreib ab, häufen Wissen an, setzen sich einem ständigen Input aus, sind immer unterwegs oder betäuben sich mit Alkohol oder Medikamenten.

Sinnlosigkeit: Sie kennen dieses Gefühl, das nichts mehr Sinn zu machen scheint und auch die daran geknüpfte Depression: Alles ist möglich und nichts ist richtig, nichts fügt sich zusammen, wie es sollte oder auch die Aufgabe ist zu groß und schwierig. An irgendeinem Punkt führt diese Pattsituation dann zu einer Form von schützender Empfindungslosigkeit oder, umgekehrt, zu einem Gefühlschaos.

Verzichtsposition und Verleugnung von Bedürfnissen: Auch eine heroische Verzichtsposition kann ein Manöver sein, um der Lernaufgabe zu entgegen. Alternativ werden Bedürfnisse geleugnet oder als unklar empfunden.

arrowTopWie aus dem östlichen Fluchtpunkt eine Ressource wird:
Westlicher Fluchtpunkt Jungfrau

Geschicktes Umsetzen: Die besonderen Qualitäten der Jungfrau, die in ihrer Fähigkeit liegen, klug zu planen, aus jeder Situation das Beste zu machen und nichts Wichtiges zu übersehen, schaffen die realistische Voraussetzung für das Gefühl, alles getan zu haben und nun die Dinge loslassen zu können.

Differenzierung:
Eine differenzierte Sicht der Dinge und die Bereitschaft, klar zu sehen, helfen, bei sich zu bleiben, zu wissen, was man wirklich will und wie man es erreichen kann.

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