IC in Jungfrau

Ein Beitrag von Brigitte Hamann

Lebensschlüssel 6: Jungfrau am  Immun Cœli - Fische am Medium Cœli

aq4"Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen."
Albert Einstein

Die Aussagen dieser Achse gelten auch in mehr oder weniger intensiver Form für:

Merkur im 4. Haus,  Merkur im Quadrat oder Spiegelpunkt zur IC/MC-Achse, Merkur in Konjunktion, Opposition, Quadrat oder Spiegelpunkt zum Herrscher des 4. Hauses oder zu einem Planeten im 4. Haus; Neptun im 10. Haus, Neptun im Quadrat oder Spiegelpunkt zur IC/MC-Achse, Neptun in Konjunktion, Opposition, Quadrat oder Spiegelpunkt zum Herrscher des 10. Hauses oder zu einem Planeten im 10. Haus. Merkur oder Neptun im Quadrat zur AC/DC-Achse. 


Thema

Menschen mit der Entwicklungsachse Jungfrau/Fische (oder Fische/Jungfrau) suchen ihr richtiges Maß an

- Ordnung und Chaos

- Vernunft und Grenzenlosigkeit

- Einordnen und Freiheit

- Planen im Voraus und Vertrauen in die natürliche Entwicklung der Dinge

- Nützlichkeitsdenken und Idealismus

- Realitätsbewusstsein und Fantasie, Träumen

- optimaler Nutzung gegebener Bedingungen und Freiheit von Bedingungen

- praktischer Lebensklugheit und Religiosität

- reflexhaftem Reagieren und der Freiheit, Reaktionen bewusst zu bestimmen

  
Ziel

Lebensaufgabe ist,  einschätzen zu lernen, wann es richtig und sinnvoll ist, sich nach dem zu richten, was der Verstand und die Vernunft sagen,  wo ihre Grenzen liegen und wir uns nun mit Vertrauen und der Bereitschaft, loszulassen der Eigendynamik fügen, mit der sich die Dinge entwickeln. Planung, Ordnung und Vorausdenken haben ihren Sinn, erfassen aber nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit und wir müssen uns auch in dem Bereich orientieren, in dem unser Wissen versagt.
Darüber hinaus sorgt die Jungfrau für das eigene Wohlbefinden, indem sie sich um persönlichen Interessen und ihre angemessene, machbare Verwirklichung sorgt, während die Fische uns als einen zwar wichtigen, aber kleinen Bestandteil in einem großen Mosaik auffassen, in dem wir zur Gestaltung der Welt beitragen, jeder an seinem Platz, jeder mit seiner Bestimmung, die er zu erfüllen hat. Die Gabe der Jungfrau, das Richtige am richten Ort zur richtigen Zeit zu tun wird dann genutzt, um diese Bestimmung zu erfüllen und den Beitrag zum Leben zu leisten, für den wir mit Gaben ausgestattet wurden.

arrowTop Motivation und innere Berufung: Jungfrau am IC

GSich einfügen in den Dienst des Größeren: Jungfrau-ICs fühlen sich dann sicher und wohl, wenn sie wissen, dass si mit dem, was sie tun, an dem ihnen gemäßen Platz stehen, an dem sie die Arbeit tun können, die ihrem Leben Sinn und Richtung gibt. Sie fügen sich nicht gern oder gar nicht in Konventionen, ethisch-moralische Vorgaben und strikte Regeln und Zeitabläufe, sind aber bereit und sehnen sich danach, sich in eine größere Dimension, die sie nicht benennen können, einzufügen. Diese Dimension verleiht ihrem Leben das Gefühl von Wahrhaftigkeit – etwas Sinnvolles zu tun, das sie besonders gut tun können und das deshalb ihnen obliegt.

Die Kunst des Alltags erlernen: Jungfrau-ICs sehnen sich nach Ordnung und Überblick, haben jedoch häufig keinen Plan, wie sie dies im täglichen Leben bewerkstelligen können. Alltägliche Dinge tendieren dazu, zu desintegrieren: Die ganz normale tägliche Ordnung, das Bezahlen von Rechnungen, die Planung für den kommenden Monat. Sie wünschen sich, eine Bodenhaftung zu entwickeln ohne in Kleinbürgerlichkeit zu verfallen, das Gewöhnliche zu schätzen, ohne ihre Träume zu verlieren.

Realitätsbezug: Fische-MCs haben viele Visionen und Träume, die auf den Boden der Tatsachen gestellt werden müssen. Gründlichkeit und Vorausschau, Genauigkeit und Fleiß sind die Eigenschaften, über die sie verfügen, die sie jedoch oft erst entdecken müssen und die ihnen helfen, Sehnsüchte zu realisieren.

Rationalität und Vorausdenken: Ihre rationale, nach Erklärungen und Vorausdenken verlangende Seite steht im Konflikt mit jener, die von allem dem loslassen und vertrauen möchte. Der Spannungsbogen, der durch ihre Neigung entsteht, vernünftig zu sein und Gegebenheiten zu akzeptieren und ihrer Sehnsucht nach Ungebundenheit und Freiheit zwingt sie immer wieder zu kreativen Lösungen, die sie dann mit der Geschicklichkeit umsetzen, die der Jungfrau zu eigen ist.

Beobachtung: Jungfrau-ICs haben eine besondere Gabe, sich und die Umwelt zu beobachten. Es entgeht ihnen kaum ein Detail und sie wissen intuitiv, wie die Dinge funktionieren: Wie und warum Menschen tun, was sie tun, wie man sie anleiten und beeinflussen kann.

arrowTopProblemerzeugende Muster: Jungfrau am IC

Ängste: Jungfrau-ICs sind ängstlich und malen sich aus, was geschehen könnte. Die Kehrseite ihrer Beobachtungsgabe liegt in einer Übersteigerung all dessen, was sie wahrnehmen. Sie betäuben sich durch verschiedene Abwehrmechanismen: Alkohol, Drogen Medikamente, Arbeit, Sexualität. Betriebsamkeit ist für viele ein Mittel, sich bestimmten Realitäten nicht stellen zu müssen. Eine wichtige Angst ist die besondere Furcht vor Alter und Tod als einer ultimativen, nicht überschreitbaren Grenze.

Flucht in einen Lebensrahmen: Wenn es ihnen nicht gelingt, Ziele zu formulieren, mit denen sie sich identifizieren können, nehmen sie Zuflucht in einen bürgerlichen Lebensrahmen, der ihren Sehnsüchten entgegen steht, sie jedoch beruhigt und stützt und ihnen einen Platz zuweist, den sie sich  nicht selbst schaffen müssen.

Kritik und Rationalisieren: Jungfrau-ICs können ausgesprochen kritisch sein bis hin zur Nörgelei. Da sie es sich selbst oft nicht Recht machen können, ist es für andere auch oft nicht leicht, es ihnen Recht zu machen.   Sie haben das starke Bedürfnis, alles richtig zu machen, aber häufig keinen Plan, wie sie das tun könnten. Da es oft über lange Zeit schwierig für sie ist, sich und ihre Gefühle zu spüren, haben fehlt ihnen die emotionale Grundlage, aus der heraus sie entscheiden könnten.  Sie neigen deshalb dazu, über ihre Empfindungen hinweg zu gehen und intellektuell bestimmte Entscheidungen zu treffen, mit denen sie nicht wirklich übereinstimmen. Schwierigkeiten und Verletzungen erklären sie sich rational oder rechtfertigen oder ignorieren sie.

Vergessen können: Sie sehnen sich danach, loslassen und vergessen zu können und sind doch ständig damit beschäftigt, Erlebtes wieder und wieder zu durchdenken und zu verarbeiten. Jungfrau-ICs verdauen ihre Eindrücke portionsweise und fühlen sich schnell emotional überfrachtet.

Manipulative Anpassung: Sie können sich klug und geschickt anpassen bis hin zur Berechnung, um in jeder Situation das beste für sich heraus zu holen. Sie schauspielern und erfassen intuitiv, wo die Schwachpunkte anderer liegen. So setzen sie sich durch und glauben, Sicherheit zu gewinnen.

Zurücknehmende Anpassung: In manchen Fällen ordnen sie sich dem unter, was sie als Sachzwänge betrachten und passen sich an Umstände und Ansprüche anderer an, ohne die eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen.

arrowTopScheinbare Lösungsstrategien: Fische am MC

Keine Grenzen akzeptieren: Manche unter ihnen weigern sich zumindest in bestimmten Phasen ihres Lebens, sich einzufügen. Konventionen, Regeln, die Straßenverkehrsordnung, was immer uns zur Rücksichtnahme und Anpassung auffordert, wird abgelehnt. Sie schaffen sich so eine Pseudofreiheit, die sie auf Kosten anderer leben, deren Freiheit sie beschränken. Fische-MCs können im besten und im schlechtesten Sinn Anarchisten sein. Sie tragen entweder dazu bei, das Chaos ins Unendliche zu steigern oder haben ein natürliches Gespür für die realen Möglichkeiten und Grenzen persönlicher Freiheit in der Welt des Zusammenlebens.

Mangelnde Zivilcourage: Umgekehrt können manche anderen keine Grenzen setzen. Sie fürchten ihre Reaktion und deren Auswirkungen auf sie und halten sich lieber im Hintergrund und aus der Schusslinie, oft auch dann, wenn ihre Unterstützung dringend gebraucht würde.

Träume: Fische-MCs träumen: Von einem besseren Leben, von einem neuen Projekt, von der erlösenden Beziehung. Ihre Ängste und Vorbehalte können sie jedoch nachhaltig daran hindern, ihre Träume in die Tat umzusetzen. So träumen sie weiter und ihre Traum ersetzt die Realität.

Betäubung: Die Flucht in die Selbstbetäubung durch entsprechende Mittel scheint das Mittel der Wahl zu sein, um Ängste zu übertönen, Unklarheiten scheinbar zu beseitigen und entweder keinen Schmerz mehr zu spüren oder zu Leistungen fähig zu sein, die ihrer sensiblen Natur, die sich schnell überfordert fühlt, entgegenstehen.

arrowTopSehnsüchte und Lösungsstrategien auf dem Weg zu uns selbst: Fische am MC

Auflösen von Grenzen und Suche nach der Wahrheit: Fische-MCs sind von einer tiefen Sehnsucht danach erfüllt, die Grenzen des Alltäglichen und gängiger Vorstellungen  zu überschreiten und sich ins Grenzenlose auszudehnen. Sie suchen nach der Wahrheit hinter dem, wie die Welt sich nach außen darbietet. Sie haben in besonderem Maß die Gabe, die Relativität aller Regeln, Konventionen und Grenzen sowohl im Denken wie in der Welt an sich zu erkennen. Die Erkenntnis, dass Grenzen nötig wenn auch relativ sind, schenkt ihnen die Bereitschaft, sich dort bereitwillig einzufügen, wo es ihnen sinnvoll erscheint, und diese bewusste Entscheidung, welche Begrenzungen sie akzeptieren und welche nicht, schafft die Leitlinie für ihr tägliches Leben.

Natürliche Lebensregeln: Fische am MC lehrt, dass wir alles tun können, was immer wir wollen. Wir müssen uns nur darüber klar sein, dass alles, was wir tun, Konsequenzen hat, und dass wir von diesen Konsequenzen immer auf mehr oder weniger offensichtliche Weise betroffen sind. Wenn dieser natürliche Maßstab zur Leitlinie des Lebens wird, wird der Mensch frei vom Denken in Schubladen und Konventionen, von dem Glauben an Sachzwänge und von vorauseilenden Ängsten.

Vorbehaltlosigkeit: Auf dem Weg der Selbstfindung verlangen die Fische jedoch nicht nur, Grenzen, die von außen gesetzt werden und die gesellschaftlich verankert sind, zu überschreiten, sondern vor allem unsere inneren Grenzen, die unseren Bewertungen von richtig oder falsch, gut oder böse, schön oder hässlich entspringen. Vorurteilslosigkeit ist die Gabe, die Ängste verschwinden lässt, da sie aus den eigenen verurteilenden und angreifenden Gedanken entstehen, die wir nach außen projizieren und an anderen wahrnehmen.

Vertrauen jenseits des rationalen Denkens: Solange wir analysieren und abwägen, gibt es keine wahre Sicherheit. Es gibt keine Lebensversicherung im eigentlichen Sinn und jede wissenschaftliche Erklärung stößt irgendwann an ihre Grenze. Dort beginnt der Bereich der Fische. Ambrose Bierce fasst dies mit den Worten zusammen: „Wissen nennen wir den kleinen Teil der Unwissenheit, den wir geordnet haben“. Eine Antwort darauf ist z. B. ein Sprichwort aus China: „Angst klopfte an. Vertrauen öffnete. Niemand war da.“ Fische-MCs haben die Fähigkeit zur intuitiven Gewissheit, dass sich alle Dinge auf die richtige Weise fügen auch wenn wir dies nicht immer logisch nachvollziehen können und können sich deshalb dem Lauf der Dinge bereitwillig anpassen. 

Achtsamkeit: Der achtsame Umgang mit sich selbst, anderen und dem Leben an sich ist eine Quelle von Gelassenheit, Lebensfreude und innerer Kraft - und somit die optimale Voraussetzung für das Entstehen einer natürlichen Ordnung und für Erfolg in allen Bereichen des Lebens. Dazu gehört die Fähigkeit, zu beobachten, ohne zu bewerten, um so neue Dimensionen des Sehens zu erschließen.

Einen eigenen Platz schaffen: Sie sehnen sich nach einem Platz und einer Aufgabe, die ihnen den größtmöglichen Freiraum bieten. Dort sind sie kreativ, brauchen sich nicht an enge Regeln zu halten und können sich entfalten. Ihre Sehnsucht nach dem Grenzenlosen versetzt sie in die Lage, Privatinteressen auch zurückstellen zu können und einen weiten Überblick über die Zusammenhänge des Lebens zu entwickeln. Sie finden Frieden,  indem sie sich einer Aufgabe widmen, mit der sie andere unterstützen, sie fördern, ihr Leben bereichern oder für ein Mehr an menschenwürdiger Ordnung sorgen.

Stille als Weg zu sich selbst: Wenn Fische-ICs ihre innere Unruhe überwinden und in die Stille gehen, finden sie zu sich und zu ihren wahren Bedürfnissen. Ruhige Selbstbeobachtung ist ihr Schlüssel zur Gegenwärtigkeit. Die Welt, die für viele zunächst ein undurchsichtiges Chaos darstellt, nimmt klare Formen an, so dass sie ihren Platz finden, an dem sie sinnvoll arbeiten und wirken können.

arrowTopDie Fluchtpunktachse: Vermeidungsstrategien und Ressourcen

Die Zeichen Fische/Jungfrau stehen im Quadrat zu Zwillinge am Imum Cœli und Schütze am Medium Cœli. Das Thema der IC/MC-Achse Zwillinge/Schütze und ihrer Fluchtpunktachse Fische/Jungfrau ist die Herausforderung, Fakten und Informationen zu sammeln (Zwillinge), diese zu einem sinnvollen Ganzen zu ordnen (Schütze) und sie geschickt und mit Voraussicht zu nutzen (Jungfrau), um Grenzen der Vorstellungskraft zu überschreiten (Fische) und Träume und Visionen zu verwirklichen.  

Vermeidungsstrategien: Östlicher Fluchtpunkt Zwillinge

Wissen ist Macht: Jungfrau-ICs häufen Wissen an. Sie lieben Neuigkeiten und lenken sich durch einen ständigen Informationsfluss von Gefühlen und Ängsten ab, die sie plagen. Intellektuelle Wissen und informiert sein sind auch Eigenschaften, durch die sie sich und anderen das Gefühl vermitteln, sie wüssten genau, was zu tun und zu lassen ist und wohin ihr Weg führt. Dabei bleiben sie an der Oberfläche und bemühen sich nicht, tiefer in die Materie einzudringen um so sinnvolle Zusammenhänge zu finden.

Bewegungsdrang: Bewegung ist ihr Fluchtweg Nummer eins, entweder geistig durch Lesen, Fernsehen, Lernen, usw., oder körperlich. Sie bleiben dann nie lange genug an einem Ort, um sich niederzulassen und zu sich zu finden.

arrowTopWie aus dem östlichen Fluchtpunkt eine Ressource wird:
Westlicher Fluchtpunkt Schütze

Sinnsuche und Glaube: Ihr meist großes Wissen muss zu einem sinnvollen Ganzen geordnet werden, das ihnen Einsicht in den inneren Zusammenhang der Dinge vermittelt. So entstehen das Vertrauen und die Zuversicht, die ein wichtiger Lernschritt auf ihrem Weg sind.

Soziales Engagement: Fische-MCs brauchen Aufgaben, die über ihre Privatsphäre hinaus gehen. Durch soziales Engagement in irgendeiner Form tragen sie bei und haben das Empfinden, eine sinnvolle Existenz zu leben.

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